Garten

Gemüse, Kartoffeln, Salat und Kräuter, dazu noch etwas Beerenobst – so frisch, gesund und außerdem preiswert wie aus dem eigenen Garten bekommst Du es auf keinem Markt.

Wir haben keinen großen Garten. Es muss kein kompletter Selbstversorgergarten mit 100 Quadratmetern pro Person sein. Wer nur ein Gärtchen hat oder Zier- und Nutzgarten kombinieren möchte, kann schon auf 12 Quadratmetern genug ernten, um den Speisezettel einer vierköpfigen Familie mit Rohkost zu bereichern. Mit guter Planung und der richtigen Pflanzenauswahl reichen meist eine halbe bis eine Stunde Arbeit in der Woche dafür aus.

 

Der klassische Grundriss war eigentlich immer ein Quadrat oder Rechteck, das von kleinen Wegen durchzogen wird. Das Gemüse wird darin in Reihen angebaut. Seit den alten Klostergärten hat sich diese symmetrische Anordnung über Jahrhunderte bewährt: Sie sieht schön aus und erleichtert die Arbeit.

 

Für jede einzelne Kultur teilen wir die Beete in Reihen von 80 bis höchstens 120 Zentimetern Breite ein – inklusive schmaler Trampelpfade. So kommen wir auf Armeslänge von allen Seiten an die Pflanzen heran, ohne auf sie zu treten.

Jedes Gemüse hat einen anderen Nährstoffbedarf. Darum unterteilt man die Pflanzen in Stark-, Mittel- und Schwachzehrer und pflanzt sie nacheinander auf ein und dasselbe Beet. Daraus ergibt sich eine dreijährige Fruchtfolge.

 

Der Fruchtfolge, die schon unseren Vorfahren bekannt war, liegen Naturbeobachtungen zu Grunde, die inzwischen vielfach wissenschaftlich belegt sind. Pflanzen entnehmen aber nicht nur Stoffe aus der Erde, sie scheiden durch die Wurzeln auch welche aus. Bei einer Monokultur gerät der Boden aus dem Gleichgewicht, da er übermäßig mit einigen Stoffen angereichert wird, während ihm gleichzeitig andere entzogen werden. Also immer mal den Standort wechseln.

 

Gartenarbeit wirkt übrigens gemütsmäßig besonders ausgleichend ebenso wie Fahrradfahren.

Ich bezeichne es allerdings nicht als Arbeit, sondern eher als Bewegung an frischer Luft.